Referenzbilder für Stanzteile


technonews

Perlstrahlen

Feinstrahlen / Perlstrahlen nach der funkenerosiven Werkstückbearbeitung

Perlstrahlen

Es ist bekannt, dass sowohl beim Draht- wie auch beim Senkerodieren eine sogenannte weiße Zone (Martensit / Cementit) entsteht. Verschiedene, metallographische Untersuchungen haben bestätigt, dass die weiße Zone beeinflussbar und je nach Verfahren, Material und Generatoreinstellung unterschiedlich dick sein kann.

Beim Feinstrahlverfahren handelt es sich um ein trockenes Strahlverfahren, bei dem eine definierte Nennkorngröße einer bestimmten Mediumqualität mit Hilfe von Druckluft auf die Oberfläche geschossen wird und diese durch Materialabtrag oder Verdichtung beeinflusst.

Das Feinstrahlen nach dem Erodieren weist folgende Vorteile auf:

1. Sekundenschnelle, 100%-ige Entfernung der harten Martensitschicht an erodierten Werkstücken und Erodierelektroden ohne Kantenverrundung

2. Stufenweise Feinstbearbeitung zur Erzielung definierter Oberflächen; die Oberflächengeometrien können so verändert werden, dass sie dreidimensional konkav oder konvex gerichtet sind (Verminderung von Kaltaufschweißungen an Bewegungs- und Umlenkstellen). 

3. Einebnung und Verdichtung von Oberflächenpartien zur Minderung des Reibungsverschleißes sowie zur Optimierung der Paarungseigenschaften an verschiedenen Werkstoffen

4. Haftgrundvorbereitung und Reinigung der Oberflächen für galvanische Überzüge

5. Wiederaufbereitung stark verschmutzter Spritzgießformen mit nachträglicher Verdichtung der Oberfläche (Standzeiterhöhung und Antihafteffekt)

6. Vor Polierarbeiten kann durch Feinstrahlen die Oberflächenrauheit so weit verfeinert werden (ca. RA 0,5-1,5 my), dass das gewünschte Oberflächenfinish in wesentlich kürzerer Zeit erreicht wird (Kostenersparnis).